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Das Eigentor von Kodak

Mit Neue Signale Interferenz erinnern wir uns an Geschäftsmodelle, die nicht mehr funktionieren. Dieses Mal: Kodak (254 Wörter, Lesezeit 01:09).

Was war mal erfolgreich?

Analoge Kameras. Damals, als du noch eine Filmrolle einlegen musstest und nachher der Film in einem Labor entwickelt wurde. Kodak war Marktführer, mit Fuji als einziger erst zu nehmender Konkurrenz.

Was ist passiert?

Digitale Kameras. Dabei hatte Kodak eigentlich eine ideale Ausgangssituation, weil die amerikanische Firma bereits gute digitale Technologie entwickelt hatte. Doch aus Angst, das Geschäftsmodell mit den Filmrollen zu kannibalisieren, zögerte Kodak.

Warum funktioniert das alte Geschäftsmodell nicht mehr?

In einer Welt, in der mittlerweile Medien fast ausschließlich digital konsumiert und oft in Echtzeit geteilt werden, dauert das Entwicklungsverfahren einfach viel zu lang. Auch ist es digital viel einfacher, mehr Bilder zu machen und zu experimentieren, denn Speicherplatz gibt es fast ohne Limits.

Was können wir alle daraus lernen?

Wie Steve Jobs schon sagte: Es ist immer noch besser, dein eigenes Geschäftsmodell zu kannibalisieren, als das den Konkurrenten machen zu lassen. Kodak könnte auch im digitalen Bereich Marktführer sein, wenn sie nur den Mut gehabt hätten, einen kompromisslosen digitalen Kurs zu gehen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Für Kodak sehr schlecht, denn trotz sämtlicher Versuche mit neuen Produktlinien (Fotodrucker für zu Hause, digitale Kameras) war die Firma 2013 bankrott. Mittlerweile ist Kodak nur noch Bildhersteller im Business-to-Business-Bereich: Das grandiose gelb-rote Logo wird seit 2006 nicht mehr benutzt.


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Bas
Bas Timmers
Geschäftsführer und Gründer
Neue Signale GmbH
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