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Growth Hacking

Growth Hacking kommt aus dem Englischen und bedeutet ungefähr so viel wie Wachstums-Trickserei. Es beschreibt einen neuen Mix an Möglichkeiten exponentiell zu wachsen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Marketingmaßnahmen, hauptsächlich im digitalen Bereich und den kontinuierlichen Ausprobieren von neuen Herangehensweisen um die Markenbekanntheit und den Abverkauf kosteneffektiv zu steigern.

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Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Jeder Ansatz der neue Wege geht, braucht eine gewisse Einstellung und etwas Mut. Growth Hacking ist keine Ausnahme. Denn wer beim Marketing mit neuen Methoden vorangehen und dabei erfolgreich sein will, sollte offen für Neues sein. Mit dieser Mentalität bist du gewappnet für die nächsten Schritte.

So funktioniert Growth Hacking

Growth Hacking besteht aus 5 einfachen Grundregeln, die den Weg zum schnellen Wachstum abkürzen können. Viele Ansätze kommen aus der Digitalbranche und werden seit Jahren im Silicon Valley genutzt. Folgende 5 Ansätze dienen als Richtlinie für das eigene Vorgehen:

Ein Produkt muss nicht zu 100% fertig sein

In Deutschland wird viel über Perfektion gesprochen, aber wer schnell erste Erfolge feiern will, sollte in der Entwicklungsphase mit Prototypen arbeiten. In der Startupszene wird hierfür ein MVP, verwendet um erste Erfahrungen zu sammeln und Schritt für Schritt ein besseres Produkt zu entwickeln.

MVP
Minimal Viable Product, so wird der Produktstatus genannt, wenn es bereit ist, in der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden. Das MVP beinhaltet nur einen Kern an Leistungen. Der Fokus liegt auf den ersten Rückmeldungen vom Markt, die als Grundlage für einen Ausbau dienen.
Die Benennung kommt aus dem Startup-Bereich und stellt häufig einen Meilenstein in der Kapitalbeschaffung dar, wenn zum ersten Mal etwas Anfassbares gezeigt werden kann, wie die erste Version von Facebook.

Mit digitalen Tools lassen sich erste Protoypen oder auch Webseiten erstellen ohne groß in Vorleistung zu gehen. Mit der Erfindung von 3-D Druckern können nun auch analoge Produkte einfacher getestet werden.

Neben dem praktischen Nutzen einer schnelleren Umsetzung, hat die Nutzung von Prototypen auch den Vorteil, dass es die Sicht auf die Dinge schärft und schon während der Entwicklung neue Möglichkeiten ausprobiert und integriert werden können. So kann sich die Firma besser auf schnelle Marktveränderungen einstellen.

Ein typisches Beispiel für ein solches Vorgehen ist unser digitales Magazin, bei dem wir mit Prototypen in Rekordzeit einen Klickdummy hatten und erproben konnten.

Probieren geht über studieren

Der Sinn eines Prototypen liegt im schnellen Testen von Möglichkeiten. Insofern macht es Sinn während der Entwicklungsphase mehrere Prototypen zu bauen, die sich dezent unterscheiden, so dass man sie gegeneinander testen kann. Das sogenannte A/B-Testing findet vor allem im digitalen Umfeld statt, wo unterschiedlichen Nutzern unterschiedliche Variationen einer Webseite oder Nutzerführung gezeigt werden, um herauszufinden wie kleine Veränderungen das Kaufverhalten beeinflussen.

Ein grundsätzlicher Vorteil vom frühzeitigen Einsatz von Prototypen ist die Möglichkeit schnell Rückmeldungen von Nutzern und potentiellen Käufern einzuholen. Auch hier helfen digitale Werkzeuge diese Prozesse zu vereinfachen.

So lässt sich in kurzer Zeit erkennen, welche Ideen funktionieren und bei der Zielgruppe gut ankommen. Diese Taktik funktioniert nicht nur bei neuen Produkten, sondern auch bei Webseiten, Relaunches oder Werbekampagnen, wie Netflix mit dem Launch von Daredevil schön gezeigt hat. Am Anfang der Kampagne waren noch 8 unterschiedliche Kampagnenmotive im Rennen, die im Laufe der Werbemaßnahmen auf das beste reduziert wurden.

Neue Kommunikationswege suchen

Heutzutage sind die eigenen Zielgruppen immer schwerer über traditionelle Medien wie TV oder Printanzeigen zu erreichen und eigene Maßnahmen im Internet gehen häufig unter. Einer der Auswege ist Growth Hacking, bei dem neue Ansprachen und ein Fokus auf Geschichten im Vordergrund stehen.

Werbung fehlt es zunehmend an Glaubwürdigkeit, weswegen sich Firmen häufiger an Blogger und Influencer, also bekannten Personen aus dem Social Media Umfeld, wenden. Diese sollen die Geschichten hinter der Marke erzählen und ihre eigenen Erfahrungen mit den Produkten teilen und so als Vorbild für Neukunden dienen. Je eher hier neue Wege gegangen werden und der Teil des Geschichtenerzählens fokussiert werden, desto eher wird dieser Ansatz ein Erfolg.

Ein gutes Beispiel hierfür sind die Berlin Verkehrsbetriebe (BVG), die mit diesem viralen Video mit einem bekannten YouTube Star die Kommunikation neu interpretiert haben.

Die neue Kommunikation kann mit den neuen digitalen Mitteln nun auch viel gezielter ausgespielt werden. Kanäle wie Facebook erlauben es Kunden anhand ihres Alters, ihrer Vorlieben oder ihres Lieblingseises anzusprechen.

Kunden besser kennenlernen

Ein Kernbestandteil der Digitalisierung ist das stetige Sammeln von Nutzerdaten. Noch wichtiger ist aber die Auswertung dieser Daten. Wer besucht meine Seite? Was wird gekauft und – noch wichtiger – was nicht? Alle diese Daten sollten als Grundlage für Veränderungen und neue Angebote dienen. Je mehr man über seine Nutzer und potentiellen Kunden Bescheid weiß, desto eher kann man mit neuen Angeboten auf Sie zu gehen.

Ein Beispiel ist Retargeting, eine Taktik bei der Nutzern Produkte, über die sie sich vorher online informiert habe, als Werbeeinblendungen auf anderen Seiten angezeigt werden um zum Kauf anzureden.

Meister in dieser Disziplin ist natürlich Amazon, die immer weiter an ihrem Webangebot feilen.

Die Königsdisziplin: Erweiterung des Geschäftsmodells

Wenn man all diese Schritte des Growth Hacking berücksichtigt hat, merkt man schnell, dass Kunden vielleicht zusätzliche Wünsche haben oder Veränderungen an der bisherigen Angebotsstruktur notwendig werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte man anfangen über sein Geschäftsmodell nachzudenken.Ein gutes Grundgerüst für eine solche Weiterentwicklung ist das Business Model Canvas.

Business Model Canvas
Der Business Model Canvas ist eine Herangehensweise aus der Startup- und Consultingszene, mit der neue Geschäftsfelder erarbeitet und bestehende überprüft werden. Mit einer allgemein akzeptierten Vorlage wird untersucht welche Einflussfaktoren aus den Bereichen Infrastruktur, Angebotsstruktur, Kunden und Finanzen den Status Quo beeinflussen. In einer Workshopatmosphäre wird dann diskutiert in welchen Bereichen Veränderungen helfen, das Geschäftsmodell zu verbessern.

Als Faustregel sollte man sich an den folgenden Schritten orientieren:

So kommt man einem schnellen Wachstum am einfachsten näher.


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Bas
Bas Timmers
Geschäftsführer und Gründer
Neue Signale GmbH
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