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Wie die Stalinbauten in Berlin mit dem Geld des Volkes renoviert werden

Im Neue Signale Radar stellen wir Start-Ups vor, die wir spannend finden. Diesmal iFunded, eine Crowdfunding-Plattform für Immobilien (322 Wörter, Lesezeit 01:28).

Um welche brillant neue Idee geht es?

Crowdfunding, die Finanzierung von Projekten durch eine Gruppe von Internetnutzern, ist bislang vor allem für die Realisierung von neuen Produktideen über Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo bekannt. iFunded, ein Start-Up aus Berlin, renoviert nun Immobilien mit Hilfe von Crowdfunding – und zeigt damit neue Anlagemöglichkeiten auf.
Das erste Projekt: die Renovierung von Stalinbauten am Strausberger Platz in Berlin. In diesem Sommer wurde innerhalb weniger Wochen das Kapital eingesammelt, teils über Kleinanleger ab 250 Euro, teils über institutionelle Anleger, die vier- bis fünfstellige Summen einbrachten. Das beweist: Für diese Art von Finanzierung gibt es einen Markt.

Wie verdient iFunded Geld?

iFunded erhält von den Immobilieneigentümern pro Projekt eine Gebühr – und erhebt laufende Kosten. Für private Anleger ist dieses Modell mittlerweile interessant, weil die versprochenen Zinsen von fünf Prozent pro Jahr woanders mittlerweile schwierig zu erwirtschaften sind. Und für die Eigentümer ist es ein relativ niedriger Zinssatz: Banken stellen meist viel mehr Geld in Rechnung. Deswegen sind die Finanzierungskosten niedriger als üblich.

Was ist dann so innovativ daran?

Es zeigt, dass es Alternativen zu herkömmlichen Finanzierungsarten (Privatdarlehen oder Banken) gibt. Und dies nicht nur für Immobilien: Mittlerweile gibt es ähnliche Crowdfunding-Plattformen für kurz- und mittelfristige Unternehmensdarlehen.

Ob wir Bedenken haben?

Die Finanzierung von derartigen Renovierungsprojekten bleibt nicht ganz ohne Risiko. Es geht um sogenannte ‘Nachrangdarlehen’: Im Fall einer Insolvenz bekommen erst die Banken und dann die Crowd das Geld zurück.
Auch die Kommunikation auf der Webseite ist nicht super transparent: Was genau ein Nachrangdarlehen ist, wird nicht einmal im Glossar erklärt. Wie hoch die Risiken sind, wird ebenso mit einem kurzen “hängt vom Projekt ab” erläutert.

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Bas
Bas Timmers
Geschäftsführer und Gründer
Neue Signale GmbH
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